Lanakila Racer Pauline Neidel über Ihren ersten Ironman 70.3: Ich habe Blut geleckt!

Lanakila Racer Pauline Neidel ist jung, intelligent, hübsch und sehr sehr schnell im Triathlon. Gerade hat sie ihren ersten Ironman 70.3 auf Rügen absolviert und gewonnen. Höchste Zeit ihr ein paar Fragen zu stellen.

Lanakila Racer Pauline Seidel siegt beim Ironman 70.3 auf Rügen

1. Du bist neben deinem Studium Leistungssportlerin und als Triathletin auf der Sprint und Olympischen Distanz zu Hause. Erzähl uns von dir.

Ich bin 22 Jahre alt, wohne in Dresden und studiere Medizin. Nebenbei bin ich seit ca. 4 Jahren im Triathlon aktiv. Bisher bin ich vor allem auf den kürzeren Strecken gestartet, u.a. in der 2. Bundesliga mit dem TV Dresden. Dieses Jahr habe ich mich aber zum ersten Mal an einer Halbdistanz versucht.

2. Was ist ein typischer Tag im Leben von Pauline?

Mein Tag ist oft bis zum Abend durchgetaktet. Früh steht oft schon eine Schwimmeinheit auf dem Programm. Von der Schwimmhalle geht es dann direkt in den Hörsaal. Am Nachmittag ist noch eine Rad- oder Laufeinheit zu absolvieren. Zwischendurch sind immer noch allerhand Dinge zu erledigen, Seminare vorzubereiten oder für Prüfungen zu lernen.

3. Was hat dich bewegt eine Langdistanz zu wagen?

Dass ich mich auch mal an die längeren Distanzen wagen will, stand für mich schon länger fest. Im letzten Jahr hat mir aufgrund des Physikums die Zeit gefehlt. 2017 stand die Halbdistanz aber fest auf der ToDo-Liste.

4. Wie war für dich dein Wochenende auf Rügen, das Erlebnis Ironman und der Wettkampf selbst?

Es war ein rundum gelungenes Wochenende! Zusammen mit meinem Freund und meinem Bruder bin ich schon am Freitag angereist. Samstag haben wir die Wettkämpfe der 1. Bundesliga verfolgt, die Startunterlagen geholt und das Rad eingecheckt – alles übrigens bei Wind und Regenwetter. Am Sonntag überraschte uns das Wetter dann aber mit blauem Himmel, angenehmen Temperaturen und Windstille.
Der Wettkampf selbst, lief dann wie am Schnürchen. Das Schwimmen war bis auf die Ausnahme, dass es ganz schön kalt (17°C) war, ganz in Ordnung. Dank der ca. 500m langen Wechselzone sind die Füße aber gleich wieder etwas warm geworden 😉
Das Radfahren und auch das Laufen vergingen dann wie im Flug– irgendwie verliert man im Wettkampf immer das Zeitgefühl. Bis auf kleinere Herausforderungen (Gegenwind beim Radfahren und der fiese Anstieg beim Laufen), kam ich wirklich gut über die Strecke.
In 4:42h überquerte ich zufrieden über die Zeit und darüber, dass ich ohne Probleme durchkam, aber auch erschöpft die Ziellinie.

5. Hattest du dir selbst diesen Sieg in deiner Altersklasse und 9. Gesamt zugetraut?

Absolut nicht! Im Gegenteil, ich bin völlig ohne Erwartungen in den Wettkampf gegangen. Schließlich hatte ich keine Ahnung wie ich durchkommen würde. Umso überraschter und glücklicher war ich, dass es so gut lief.

6. Auf Rügen im September sind nicht die einfachsten Bedingungen. Wie hast du dich auf das Schwimmen im Meer mit potenziellen grossen Wellen vorbereitet und was empfiehlst du Rookies?

Ich habe mich nicht speziell vorbereitet – zum Glück war es dann auch nicht so wellig!
Sicherlich ist es wichtig viel im Freiwasser zu trainieren und mehrere lange Radtouren und Koppeltrainings zu absolvieren.

7.Sehen wir dich wieder auf der 70.3 Langdistanz? Was sind deine Pläne?

Ich habe auf jeden Fall Blut geleckt! Der Ironman 70.3 Rügen wird sicherlich nicht meine letzte Halbdistanz gewesen sein. Konkrete Pläne habe ich aber noch nicht. 2018 wird erstmal wieder die 2. Bundesliga im Vordergrund stehen. Mal sehen, was sich drumherum noch planen lässt.

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